Musik und Film. Diese beiden Künste sind nicht erst seit John Landis‘ weltberühmten Kurzfilm zu Michael Jacksons „Thriller“ eng verwoben. Bereits bei den ersten Vorführungen mit dem Kinematographen trat Musikuntermalung in Erscheinung. Erst jüngst bildete die live orchestrierte Ausstrahlung von der Neufassung von Fritz Langs „Metropolis“ (D, 1927) im Februar dieses Jahres eine Art Reminiszenz an die Stummfilmzeit, in der Pianisten im Kinosaal für den musikalischen Rahmen sorgten. Heute sind zahlreiche Filmmusiken, trotz der musikwissenschaftlichen Abgrenzung gegenüber einer sich autonom verstehenden „eigentlichen“ Musik (vgl. Hickethier, 2007, S. 97), käuflich zu erwerben. Kompositionen, Scores, erscheinen auf CD und sind mehr als Sammlerstücke von movie buffs. Populäre Komponisten wie John Williams oder – um auf die andere Erdseite zu wechseln – Joe Hisaishi treten unter großer Begeisterung live auf.

Die Reihe „Music of the Movies” soll aber weder Musikvideos noch Filmscores zum Inhalt haben. Stattdessen wird in den kommenden Wochen täglich ein anderes Beispiel für synchron eingesetzte Filmmusik vorgestellt. Das können populäre Lieder sein, die der Protagonist darbietet, Musikshows, die Teil der Filmhandlung sind, oder auch Musicalnummern. Deren Auswahl ist weder als wertende Hitliste noch als vollständiger Überblick zu verstehen. Stattdessen soll „Music of the Movies“ eine verspielte Sammlung lustiger, bewegender, grotesker, berühmter Filmmusikmomente sein.

Am Ende der Reihe, die voraussichtlich etwas mehr als einen Monat andauern wird, könnte womöglich ein Feature zum Thema folgen. Das Genre des Musicalfilms könnte etwa im Mittelpunkt stehen. Inwieweit auch populäre Musik im Film, Filmscores, eine persönliche Top 10 einer bestimmten Kategorie o.ä. besprochen werden können, bleibt abzuwarten.

Viel Spaß mit „Music of the Movies“.

Lit.:
Hickethier, Knut (2007): Film- und Fernsehanalyse. Stuttgart: J.B. Metzler, 4. Auflage.

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