Bei den Oscars 2010 sollen doppelt so viele Filme wie bisher um die begehrte Trophäe als „Bester Film“ konkurrieren. Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences plant Medienberichten zufolge eine Erweiterung der Nominiertenliste auf zehn Filme.
Damit kehre die Veranstaltung zu ihren früheren Wurzeln zurück, als noch ein größeres Feld um den Spitzenpreis des Jahres kämpfte, so der Chef der Academy Sid Ganis. Damals, im Jahr 1943, traten zum bisher letzten Mal zehn Streifen im Wettbewerb gegeneinander an. „Casablanca“ ging damals als Gewinner hervor.
Tatsächlich scheinen die Verantwortlichen damit auf auf die Kritik von Journalisten zu reagieren, dass nur noch schwere Dramen berücksichtigt würden. Konkret wurde vielfach bemängelt, dass in diesem Jahr etwa „The Dark Knight“ und der Animationsfilm „Wall-E“ nicht nominiert wurden. Stattdessen standen „Der seltsame Fall des Benjamin Button“, „Frost/Nixon“, „Milk“, „Der Vorleser“ und Siegerfilm „Slumdog Millionär“ im Mittelpunkt.
Eine stärkere Berücksichtigung von „The Dark Knight“ hätte laut Medienexperten für einen deutlichen Quotenzuwachs sorgen können. Entsprechend drückt die Entscheidung der Academy den Wunsch nach mehr Zuschauern im kommenden Jahr aus: Mehr Filme im Rennen bedeutet mehr Fans, die sich die Oscars ihrer Lieblingsfilme wegen anschauen. Dabei dürften gewiefte Filmanhänger ahnen, dass in Zukunft hinzukommende Nominierte aus den Kategorien Action, Animation oder Comedy nicht über den Außenseiterstatus hinwegkommen werden und ihre Nominierung das höchste der Gefühle sein dürfte.
Außerdem bleibt abzuwarten, wie sich die Änderungen auf den Ablauf der Show auswirken werden. Mehr Nominierte versprechen nicht unbedingt Kürzungen in einer sowieso zu langen Sendung.

No comments yet
Kommentar-Feed für diesen Beitrag