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Während einige Filmrezensionen auf Halde liegen, möchte ich wenigstens noch einen Oscar-Kommentar nachreichen. Denn im Rummel um die diesjährigen Awards hat sich mein Favorit unter den zahlreichen acceptance speeches herauskristallisiert; unter den online einsehbaren Reden.

2002 ließ der damals 29-jährige Adrien Brody die Hochkaräter Jack Nicholson, Daniel Day-Lewis, Michael Caine und Nicolas Cage hinter sich und wurde der jüngste Schauspieler, der mit einem Oscar als „Best Actor in a Leading Role“ ausgezeichnet wurde.

Ein toller Moment, vor allem wegen Brodys Rede. Lustig, berührend, tiefgründig. Dazu die ehrlichsten Publikumsreaktionen, die man sich bei dieser Art von Veranstaltung wünschen kann. Inspirierend und einen Blick wert:

http://www.youtube.com/watch?v=8HgWANva9Xk

„Juno“
(geringe Spoiler)

„Thank god for teen pregnancy.“ – Jon Stewart

Zwischen all den mit Druckluft tötenden Auftragskillern, singend-frisierenden Racheengeln, soziopathischen Ölmagnaten und ganzkörpertätowierten Russenmafiosi sticht „Juno“ wie ein bunter Hippie an der Wall Street hervor. Jason Reitmans Film ist die diesjährige Variante der leichtfüßigen Komödie mit Tiefgang, die in die düster-dramatische Phalanx von Hollywoods Award-Aspiranten einbricht, ganz in der Tradition von „Little Miss Sunshine“. In dieser Schublade landete „Juno“ noch vor dem Kinostart in den USA – und trotzdem findet der Film einen eigenen Rhythmus und weiß zu begeistern.

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